Palette
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Paletten sind Listen mit Farbdefinitionen, aus denen ein entsprechendes Bild seine Farbinformationen bezieht. Sie werden verwendet, da auf vielen Systemen aufgrund einer niedrigen Farbtiefe (BPP) nur eine begrenzte Anzahl verschiedener Farben gleichzeitig dargestellt werden kann. In einer Palette kann man zweckmäßigerweise nur die Farben angeben die zur Darstellung eines Bildes wirklich notwendig sind. Auf diese Weise erreicht man trotz niedriger Farbtiefe eine verhältnismäßig hohe Farbtreue.
Farbeinträge in einer Palette sind in RGB mit mindestens 15bpp angegeben. Im Bild wird dann für jeden Pixel nurnoch der verwendete Palettenindex angegeben.
Beispiel:
Bild: 0 1 2 3
1 2 3 0
Palette: (0) R=31/31 G=0/31 B=0/31 (Rot)
(15bpp) (1) R=0/31 G=31/31 B=0/31 (Grün)
(2) R=0/31 G=0/31 B=31/31 (Blau)
(3) R=31/31 G=31/31 B=31/31 (Weiß)
...
Ergebnis-Bild: R G B W
G B W R
Vor- und Nachteile
Mit Paletten kann trotz niedriger Farbtiefe eine hohe Farbtreue erreicht werden. So kann man sinnvoll Speicherplatz und Bandbreite sparen, die vorallem auf Handheld-Systemen sehr knapp ist.
Bei Farbtiefen bis 4bpp verwendet man normalerweise für jedes Bild spezialisierte Paletten, da man so die Farbwerte besser auf das Bild anpassen kann, und es besser aussieht, als wenn alle Bilder eine identische Standardpalette verwenden.
Ab 5bpp könnte schon die selbe Palette für mehrere Bilder verwendet werden, es macht aber höchstens ab 8bpp wirklich Sinn.
In Grafikmodi ab 15bpp wird die Farbe eines Pixels durch Angabe der einzelnen Rot/Grün/Blau (RGB) -Anteile festegelegt. Einerseits ist hier die Verwendung einer Palette nicht mehr sinnvoll, da diese sehr viele Einträge haben müsste, und folglich zuviel Speicherplatz verbrauchen würde. Andererseits kann man mit 15bpp bereits gute Farbwerte aus RGB zusammenstellen, was wesentlich flexibler und einfacher ist.

